Unser Netzwerk berät und unterstützt die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie Stadtwerke bei der Umsetzung von fossil-freien Energiekonzepten in Quartieren und Netzen. Nutzen Sie unsere Erfahrung aus vielfach ausgezeichneten Reallaboren und Demonstrations-vorhaben und fragen Sie noch heute Ihre Nullemissions-Ziele bei uns an.

Der Ersatz fossiler Energien im Quartier wird durch gering investive Maßnahmen der Digitalisierung, hier: Anlageneffizienz als Zangenbewegung (grüner Pfeil links) erreicht.

Die Dekarbonisierung, auch Defossillierung genannt, wirkt als ergänzende Zangenbewegung
(oranger Pfeil rechts).

Die Absenkwerte beider Maßnahmen drücken aktuelle CO2-Emissionen von 100 % gegen 0 % und gestalten somit den Steueranteil und Kriterien für den ESG-Report.

Technologische Grundlagen

Digital gestützte Technologien, mit denen Ihre Projekte gestaltet werden: Finden Sie erste Erläuterungen auf dieser interaktiven Grafik und holen Sie sich Detail-Informationen zu jedem Themenfeld.

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Was wir bieten - unsere Pilotierungs-Ergebnisse

Lesen Sie mehr zu unseren Pilotprojekten, die wir mit Wohnungswirtschalflichen Partnern über 3 gebuchte Betriebsjahre beispielhaft für Sie durchgeführt haben. Vier unterschiedliche, in ihrer Beschaffenheit repräsentative Pilotprojekt-Baukörper samt Referenzbaukörper wurden zu einem Testbett zusammen gefügt und die digitale Zukunft in Quartieren vorweggenommen. Wir haben neue digital gestützte Geschäftsmodelle mit Zukunftspotenzial erstmals ausprobiert. Dabei haben wir konkrete, sehr kleinteilige Antworten auf aktuelle Fragen der Umsetzung in der Alltagspraxis gegeben. Entsprechend der ALFA-Philosophie des BBU haben wir neue Wege beschritten, um Mieter zu begeistern, vorhandene Infrastrukturen besser zu nutzen und digitale Wege in die Zukunft zu eröffnen.

Das sagen unsere Projektpartner

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Dr. Christina Quensel

BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch

“Die BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch hat in der vergangenen Heizperiode gemeinsam mit dem Netzwerk green with IT e. V. im Rahmen eines Pilotprojektes getestet, inwieweit digitale Prozesse dazu beitragen können, Heizenergie zu senken. In einem unserer Gebäude wurde in einer Etage durch selbstlernende Algorithmen die Beheizung der Räume mit der Anwesenheit der Mitarbeiter synchronisiert. Der Einspareffekt hat uns selbst überrascht. Im Durchschnitt konnten im Vergleich zu einer Referenz-Etage mit vergleichbarer Nutzung 30 Prozent der Heizenergie eingespart werden. Wir planen nun, diese Geräte nicht nur in den weiteren Etagen des Gebäudes zu installieren, sondern auch in anderen Gebäuden des Biotechnologieparks. Ein zweites gemeinsames und wesentlich größeres Projekt wird die Analyse der Energieverbräuche des gesamten Campus mit einer Fläche von 32 ha und derzeit 45 Gebäuden mit unterschiedlichsten Nutzungen und Größen sein. Dazu wollen wir ein flächendeckendes Monitoring der Verbräuche etablieren, um so weitere Einsparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen. Ziel ist der Aufbau eines campusweiten Energiemanagements.”

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Daniel Schulz

Vorstand Arbeiter-Baugenossenschaft Paradies e.G.

“Die ABG Paradies Berlin hat verschiedene Möglichkeiten der Digitalisierung wohnungswirtschaftlicher Prozesse zusammen mit dem Netzwerk green with IT e.V. in einem Pilotprojekt in der Sausenberger Str. 26-34 sowie an einem gleichartigen Baukörper ausprobiert. Es gab nur geringe Bedenken seitens unserer genossenschaftlichen Mieter. Auch unsere älteste Mieterin, immerhin 102 Jahre alt, kam mit den Installationen digitaler Maßnahmen in ihren einzelnen Räumen gut klar. Im Bereich des Quartiermanagements haben wir zusammen mit einem örtlichen Versorger die Voraussetzungen für umfängliche Smart Meter-Prozesse umgesetzt, indem wir alle alten Zähler ausgetauscht und zu zwei Gateways zusammen gefügt haben. Erstes Einsatzgebiet sollen selbst ermittelte und per Datenbank gemanagte Heizverbrauchs-Daten sein, um eine gewisse Unabhängigkeit von Dienstleistern optional zu erschließen. Wir haben sehr gern bei diesen neuen digitalen Handlungsfeldern mitgewirkt und freuen uns darauf, weitere Pilotierungen mitgestalten zu können.”

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Nicole Jaegers

Vorstand GWG Lübben

“Die GWG Lübben hat Möglichkeiten der Digitalisierung wohnungswirtschaftlicher Prozesse zusammen mit dem Netzwerk green with IT e.V. in einem Pilotprojekt in der Hartmannsdorfer Straße in Lübben sowie an einem gleichartigen Baukörper ausprobiert. Wir haben die Funktionsweise der neuen Techniken u. a. in Informationsschreiben und einem Mietergespräch vorgestellt und umfänglich erläutert. Einzelne Bedenken, insbesondere der älteren Bewohner, konnten auf diese Weise ausgeräumt werden. Die angestrebten Heizkosten-Einsparungen wurden in einem über drei Jahre laufenden Projektzeitraum analysiert und ausgewertet. Unter den Voraussetzungen eines FTTB-Netzes, das unseren gesamten Wohnungsbestand in Lübben seit Januar 2018 umfasst, ergeben sich für uns zukünftig neue digitale Möglichkeiten. Wir unterstützen alle Optionen zur Mitwirkung der Mieter an der Senkung warmer und auch kalter Betriebskosten. Für zukünftige Pilotierungen im Netzwerk stehen wir gerne wieder zur Verfügung.”

Das sagen beteiligte Mieter

Birgit Gnädig

Mieterin bei der GWG in Lübben

"Mein Name ist Birgit Gnädig, ich bin Mieterin bei der GWG in Lübben. Ich kann mir eine Wohnung ohne den Betrieb der installierten Einzelraum-regelung gar nicht mehr vorstellen. Mit der einfachen Bedienung - ich nenne das immer das “Männchen” - kommen meine Tochter und ich gut klar. Motto: Männchen drücken, gut eingetaktet. Ich habe ein gutes Gewissen, wenn ich abwesend bin, weil dann meine Raumtemperatur nicht unnötig hoch geheizt wird. Einerseits spart mir das Kosten, aber auch ein kleiner Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels ist nicht schlecht. Wichtig ist für mich: komme ich nach Hause, ist die Wohnung warm! Meine warmen Betriebskosten sind seit 2016 auf einem sehr guten, sprich niedrigen Niveau. Ich möchte auch, dass das so bleibt und helfe gern weiter mit. Meine Komfort-Temperatur liegt zwischen 21,4° C (Wohnzimmer) und 24° C (Bad)."

Reinhard Wüsthoff

Mieter bei der Wobau Eisleben

"Mein Name ist Reinhard Wüsthoff , ich bin Mieter bei der Wobau Eisleben. In meiner Wohnung hat mein Vermieter digitale Geräte eingebaut, die ich sehr interessiert im Alltagsbetrieb beobachte. Ich glaube, dass es für den Alltagsbetrieb noch einige Verbesserungen geben könnte.Ich achte selbst sehr genau darauf, dass die Heizkosten so begrenzt wie möglich bleiben. Umso erfreulicher war es dann festzustellen, dass ich spürbar höhere Rückzahlungen nach dem Einbau der Geräte erhalte. Meine warmen Betriebskosten waren 2014 bei 645 € und stiegen dann 2015, also vor dem Jahr der Installation, noch auf € 716 an. Nach der Installation war das nächste Betriebsjahr dann 2016. Dort konnte ich eine Reduzierung auf € 531 feststellen, welche sich 2017 auf € 571 einpendelte. Ich erkläre mir das u. a. auch damit, dass ich auch zu festen Zeiten z. B. zum Sport gehe und ansonsten von der eingebauten Technik wohl ganz im Sinne der Begrenzung von Heizkosten unterstützt werde. Ich lasse aber trotzdem nicht nach dabei, auch selbst auf diese Begrenzung zu achten. Trotz anfänglicher Skepsis sehe ich die eingebaute Technik mit kleinen Änderungsvorschlägen - als sehr positiv an und kann die Verwaltung nur ermutigen, dies überall einzusetzen. Meine Komfort-Temperatur liegt bei 24 °C im Bad, im Wohnzimmer 22 °C."

Aktuelles aus unserem Blog

Entwicklung CO2-zero für die Unternehmensbilanz und das ESG-Reporting

Erste Großprojekte zur messbaren Integration von Nullemissions-Energie in den Wärmehaushalt großer Mehrfamilienhäuser sind bereits auf dem Weg. Dies umfasst die Nutzung öffentlicher Abwasserleitungen bzw. die hier vorhandene Wärmekapazität über Tauscher zur Verbesserung definierter Verbrauchsmengen in der Gebäude-Wärmebilanz. CO2zero bedeutet: Konsequente weitere Nutzung aller Dekarbonisierungs-Chancen für den Gebäude-Haushalt im Sinne der auf der rechten Seite der…
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Die Krise trübt den Blick, Mut machen jetzt!

Nur, wenn die Politik die notwendigen Wege ebnet, können die Wohnungsunternehmen den Spagat zwischen Erhalt der sozialen Aufgaben im Kerngeschäft, ökonomischer Überlebensfähigkeit und ökologischer Transformation schaffen. Dies ist das Fazit der aktuellen IW2050-Arbeit. Doch immer mehr Projekte werden zurück gestellt, Investitionen in die fossilfreie Zukunft unterbleiben. Mutmacher sind gefragt. Mutmacher, die die langfristig entspanntere Lage…
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Digitalisierung geht voran: Fakten. Fordern. Lösungen

Der Praxisbericht 2022 der IW.2050 ist da! Darin können sich Interessierte über den Status quo der Klimaneutralität in den mittlerweile fast 200 Wohnungsunternehmen, Verbänden und Institutionen des bundesweiten Zusammenschlusses informieren. Basis war eine interne Erhebung im März/April 2022 sowie spätere punktuelle Abfragen. Das Resultat: Zahlreiche erste Klimastrategien sowie Pilotprojekte, 15 identifizierte Spannungsfelder und elf konkrete…
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Der Anteil der Vermieter am CO2-Preis

Vermieter müssen sich künftig am CO2-Preis für das Heizen beteiligen. Bisher zahlen die Mieter die Abgabe alleine. Ab Januar 2023 soll ein Stufenmodell die Kostenaufteilung neu regeln. Der Bundestag hat einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen. Der Bundestag hat am 10.11.2022 in zweiter und dritter Lesung den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Aufteilung der Kohlendioxidkosten (Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz – CO2KostAufG…
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Der GdW seziert energiepolitische Versäumnisse

Auf dem Tag der Wohnungswirtschaft am 15.11.2022 in Berlin zählte Präsident Axel Gedaschko mit bedachten Worten, doch inhaltlich gnadenlos die Versäumnissen der Bundes-Wirtschaftspolitik aus der Sicht der Wohnungswirtschaft auf. In einem wohlsortierten Rundumschlag sezierte Gedaschko nicht nur das Versagenshandeln der vergangenen Jahre, sondern addierte eine Liste tagesaktueller Probleme hinzu, die sich durch sichtbare Qualitätsmängel der…
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Geothermie für die Wärmewende – Bundeswirtschaftsministerium startet Konsultationsprozess

Es wurde Zeit. Die enormen, unausgeschöpften Nullemissions-Potenziale aus mittlerer und tiefer Geothermie waren ein thematisches Stiefkind in der Dekarbonisierungs-Diskussion. Das ist nun vorbei. Das Thema wird nun auch von der Bundespolitik geerdet, quantitativ zielfokussiert und mit konkreten Förderszenarien versehen. Belastbare Zukunftsoptionen eröffnen sich für Wärmeversorger, aber auch Abnehmer mit fester Absicht zur autarken Erschließung dieser…
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