Reallabore aus dem 7.EFP: Einreichung des Antrages CaReLab: Energieeffizienz aus Wärme, digital gestütztes Quartiermanagement

Das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) hatte im aktuellen Aufruf zur Mitwirkung im “7. Energieforschungsprogramm” vom Oktober 2018 eine Sonder-Ankündigung veröffentlicht: Es würden spezielle Anträge zur Ausbildung sogenannter “Reallabore” zusätzlich erfolgen. Diese Ankündigung wurde am 11.02.2019 mit einer Pressemitteilung des Ministers Peter Altmaier umgesetzt: Es sollen Anträge zur Umsetzung früher experimenteller Aktionen in definierten Gebäudebeständen eingereicht werden, die zu einem Reallabor zusammen gefügt werden.

Wir hatten zur Mitwirkung aufgerufen und konkrete Umsetzungs-Handlungsrahmen in einer Info-Veranstaltung beschrieben. Innerhalb dieser Reallabore sollen bewusst aktuelle regulatorische Hemmnisse benannt und Lösungsvorschläge eingereicht werden, wie solche Hemmnisse überwunden werden können. Letztendlich sollen diese exakt definierten Maßnahmen evaluiert und im Erfolgsfall auf den Massenmarkt übertragen werden. Nur Lösungen mit festem Umsetzungswillen sollen eingereicht werden (keine Experimental-Ansätze).

Nach Initiative des Campus Berlin Buch konnten weitere wohnungswirtschaftliche Partner gewonnen werden. Ein Reallabor aus vier unterschiedlichen Wohn- und Gewerbequartieren wurde gebildet. Der zu erwartende Erfolg wurde in vorgeschalteten Pilotierungen in drei nach der BeKo bilanzierten Betriebsjahren zusammen mit Mietern vorgeprüft, so dass der Erfolg absehbar wird. Neben den erfolgreich pilotierten und mit dem Zukunftsaward 2019 des BBU ausgezeichneten Maßnahmen aus “Künstlicher Intelligenz” wurden nun weitere digital gestützte Infrastruktur-Maßnahmen für sichere Kommunikationswege als Basis allen Handelns zugrunde gelegt: Smart Meter Gateways, offene Heizwärme-Abrechnungssysteme und viele weitere Optionen.

Das früher dominierende Strom-Thema ist nun entsprechend der Kohle-Kommissionsergenisse als Gestaltungsmasse erledigt. Doch in Bezug auf zu erwartende CO2-Senkungsraten können wir nun die eigentlich große Stellschraube in den Vordergrund stellen: Die Heizwärme in Gebäuden! Nach dem Motto “Gehirnschmalz vor Styropor” können Senkungs-Renditen erfahren und bilanziell abgeliefert werden.

Der aktuelle Call kam nicht ganz überraschend, war mit gerade acht Wochen bis zum Antragsdatum 05.04. aber sportlich. Die in den Pilotierungen eingespielte “Mannschaft” ist nun erfolgreich angetreten, die Herausforderungen der digitalen Zukunft mit einem fest umrissenen Handlungsrahmen anzunehmen. Die Hauptstadtregion und ihre Gebäudewirtschaft gibt eine weitere Visitenkarte innovativer und zukunftsfester Gestaltungsoptionen ab. Nicht nur für Greta!

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